
Der Kimono stammt ursprünglich aus China und war dort die Kleidung der Oberschicht. In Anlehnung an das chinesische Vorbild entwickelte sich in Japan im 13. Jahrhundert der Kimono zur Nationaltracht
(ki = anziehen, mono = Gegenstand).
Die Entwicklung des Kimonos erreichte ihren Höhepunkt in der Edo-Zeit (16.-18. Jahrhundert), einer Zeit des kulturellen Aufschwungs und des Aufstiegs der bürgerlichen Gesellschaft in Japan. Er wurde als kunstvolles Gewand angesehen und reflektierte die Harmonie zwischen Menschen und ihrer Umgebung.
Die große Liebe zur Natur ist ein wesentliches Element in der Verwendung von Materialien und deren sorgfältiger, handwerklicher Verarbeitung.
Ein sehr häufig verarbeitetes Material bei der Fertigung von Kimonos ist die Maulbeerseide - gewonnen aus dem Kokon der Maulbeerspinnerraupe.
Das Seidengarn Gewebe ist kühlend im Sommer und wärmt im Winter.
Anstelle von Knöpfen und Reißverschlüssen wird der Kimono durch Gürtel (Obi)
oder Binder zusammengehalten.